Mitte März bis Mitte Mai

Es war auch für uns eine schlimme Zeit: Von März bis Mai mussten alle Gruppenstunden, das geplante Pfingstlager und unser geplanter Tag der offenen Jurte abgesagt werden. Wir haben versucht, möglichst viele Herausforderungen für zu Hause zu gestalten und uns regelmäßig mit unseren luxemburgischen Freunden zur Online-Gruppenstunde verabredet.

 

April 2020 -Sirius macht flügge

Seit geraumer Zeit wurden in verschiedenen Gruppenstunden viele Nistkästen gebaut. Gerade rechtzeitig vor Corona wurden diese fertig. Einige hängen in privaten Gärten, andere durften mit Genehmigung der Stadt Köln in der Flehbachaue aufgehängt werden: Im Bereich nördlich des Marktplatzes wurde neben dem renaturierten Flehbach 2 Nistkästen angebracht, südlich des Marktplatzes sind es 3 Nistkästen.

Juni – Sommerlager in Schermbeck

Die Nachricht kam ganz ohne Vorwarnung: Kurz vor den Schulferien wurde der für das Sommerlager fest gebuchte Platz coronabedingt storniert: Die Regeln für Rheinland-Pfalz erlaubten damals einfach keine Zeltlager unter praktikablen Bedingungen. Nach vielen Mails und Telefonaten konnten wir zum Glück einen geeigneten Zeltplatz finden: Schermbeck im Kreis Wesel wurde also unser diesjähriges Ziel, so dass wir uns in der ersten Ferienwoche dank der Lockerungen in der Coronaschutzverordnung NRW doch noch auf den Weg machen durften.

Bei heißem Sommerwetter haben wir in der ersten Ferienwoche unsere Zelte in Schermbeck aufgeschlagen. Das Sommerlager schloss sich thematisch an die Beschäftigung mit Naturschutzthemen der letzten Gruppenstunden an: Dazu wanderten wir an einem Vormittag mit Karte und Kompass nach Dorsten, um von dort mit Kanus über die Lippe zurück zum Lagerplatz zu fahren. Dieser Bereich der Lippe ist sehr naturbelassen und steht in weiten Teilen unter Naturschutz. Er bietet mit einigen kleineren „Stromschnellen“ auch für Kanu-Neulinge einige spannende Momente. Letztlich sind es die schöne Landschaft und die Vielzahl der Wasservögel, die die besondere Atmosphäre der Tour ausmachen.

Natürlich wurde auch an den pfadfinderischen Grundfähigkeiten gearbeitet: Während die Wölflinge sich in Erste Hilfe übten, verbesserten die Pfadis ihren Umgang mit Karte und Kompass.

Am vorletzten Tag des Lagers stand noch ein besonderer Programmpunkt auf der Tagesordnung: Für eine Führung im Naturschutzgebiet Üfter Mark wurden wir vom Förster mit Traktor und Planwagen abgeholt. Die Üfter Mark ist zurzeit noch weitgehend mit Kiefern in Monokultur bewachsen, wird aber nach und nach in einen Mischwald umgewandelt. Hier gab es viel zu lernen und zu entdecken. Auch ein Verbrechen musste aufgeklärt werden, dem eine Taube zum Opfer gefallen war: Schließlich konnten die zunächst dringend tatverdächtigen Raubvögel anhand der Spuren entlastet und der Fuchs als Täter überführt werden.

Neben vielen verschiedenen Pflanzen und Tieren gab es auch andere ungewöhnliche Einblicke: Um den Wurzelbereich sichtbar zu machen, hat das Forstteam einige abgestorbene Bäume kurzerhand verkehrt herum wieder aufgestellt. Insgesamt war es eine tolle, kind- und jugendgerechte Führung.

 

 

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